Initiative betriebliche Gestaltungskompetenz stärken

Ein neues Präventionsmodell für Unternehmen und Beschäftigte (InGeMo)

Arbeit im 4.0-Zeitalter gesund gestalten: psycho-soziale Ressourcen im Betrieb erkennen und erfolgreich nutzen

Abschlussveranstaltung

am 15. Mai 2019 im Kongresszentrum Westfalenhallen Dortmund

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Die digitale Vernetzung in Produktion und Büro schreitet mit großen Schritten voran. Sie ist für viele Beschäftigte mit neuen Aufgabenzuschnitten, flexibleren Arbeitszeitarrangements und steigenden Kompetenzanforderungen verbunden. Arbeitsgestaltungskompetenz von Führungskräften, Arbeitsschutzakteuren und Beschäftigten ist notwendig, damit diese Umbrüche nicht in digitalem Stress und neuen Verunsicherungen enden. Wo liegen betriebliche Gestaltungchancen für eine präventive und zukunftsorientierte Gestaltung digitaler Produktions- und Wissensarbeit? Und wie können Unternehmen diese oftmals unerkannten „Schätze“ bergen? Diesen Fragestellungen werden in der letzten INGEMO-Branchenallianz anhand empirischer Befunde und betrieblicher Praxiserfahrungen zu beantworten versucht. Im Rahmen der Veranstaltung wollen wir aktuelle Ergebnisse zu den gesundheitlichen Auswirkungen digitaler Arbeit vorstellen, Gestaltungchancen diskutieren sowie Gestaltungskompetenzen im Betrieb vermitteln.  In parallel verlaufenden Dialogforen werden wir Ihnen im Anschluss daran Arbeitsgestaltungswerkzeuge zur Förderung der Arbeitsgestaltungskompetenz und betriebliche Gestaltungsbeispiele zur Förderung der psychosozialen Gesundheit vorstellen. Ein drittes Dialogforum widmet sich den Belastungserfahrungen betrieblicher Arbeitsschutzakteur_innen im digitalen Wandel und möglichen Gestaltungsansätzen.

Programm

10:30 Uhr

Einführung und Grußworte vom Projektträger PtKa
Dr. Anja Gerlmaier (IAQ) und Jennifer Dopslaff (Projektträger PtKa)

10:45 Uhr

‚Alte‘ und ‚neue‘ Belastungen in einer digitalisierten Arbeitswelt
Emanuel Beerheide (Landesinstitut für Arbeitsgestaltung Nordrhein-Westfalen)

11:15 Uhr

Wie organisationale Gestaltungskompetenz Gesundheit und Prävention im Betrieb beeinflussen: aktuelle Befunde aus dem INGEMO-Projekt
Dr. Anja Gerlmaier (IAQ)

12:00 Uhr

Betriebliches Gesundheitsmanagement im digitalen Wandel: Herausforderungen aus Sicht eines mittelständischen Global Players
Kerstin Schrejma (fit for Work-Team, Gebrüder Dingerkus GmbH)

12:30 Uhr

Mittagspause

13:30 Uhr

Parallele Dialogforen

 

D1: Gestaltungspotenziale und -kompetenzen identifizieren: Vorstellung von Tools

Betriebliche Gestaltungskompetenz erkennen mit dem „Stressquiz“
Dr. Anja Gerlmaier und Dr. Erich Latniak (IAQ)
Gestaltungspotenziale identifizieren mit Gepia: ein Fallbeispiel aus der Produktionsplanung
Dr. Anja Gerlmaier (IAQ) und Dr. Dirk Marrenbach (Fraunhofer IAO)
Arbeitsgestaltungskompetenz im Betrieb entwickeln und entfalten: Erfahrungen mit „SePIAR“ im Werkzeugbau
Dr. Anja Gerlmaier (IAQ) und Markus Nowacki (DEW)
 

D2: Gestaltungspotenziale heben: Praxisberichte

Psycho-soziale Gesundheit im Betrieb stärken durch Präventionsketten: erste Umsetzungserfahrungen bei den Deutschen Edelstahlwerken
Thomas Wendehals und Dr. Achim Krüger (DEW)
Gesundheitsförderlich gestaltete Projektarbeit bei der Bühler Motor GmbH
Heinz Chrobok (Bühler Motor GmbH) und Benjamin Iber (ffw)

Belastungs- und Beanspruchungsmonitoring bei flexibler Arbeit mit Balance Guard
Kurt-Georg Ciesinger (Gaus GmbH)

 

D3: Prävention in der Innenansicht: Wie gestalte ich als Arbeitsschutzakteur_in meine Arbeit?

Input: psychische Belastungen und Ressourcen von betrieblichen Arbeitsschutzexperten und Betriebsräten
Wolfgang Anlauft (ffw)
Anschließend Bearbeitung von (persönlichen) Gestaltungsansätze zur Stressvermeidung mit den Workshop-Teilnehmer_innen

15:30 Uhr

Kaffeepause

16:00 Uhr

Vorstellung der Ergebnisse aus den Dialogforen und Ausblick

16:30 Uhr

Voraussichtliches Ende