Initiative betriebliche Gestaltungskompetenz stärken

Ein neues Präventionsmodell für Unternehmen und Beschäftigte (InGeMo)

Teilvorhaben Verbesserung der psycho-sozialen Gesundheit im Betrieb durch Aufbau von Präventionsketten und Gestaltungskompetenz

Die Deutsche Edelstahlwerke GmbH (DEW) verfolgen im Verbundvorhaben das Ziel, die betriebliche Gestaltungskompetenz im Bereich der psycho-sozialen Versorgung im Betrieb zu erhöhen. Hierzu entwickelt und implementiert das Teilvorhaben Strukturen und Maßnahmen zur psychosozialen Gesundheitsprävention, die auf bestehenden Maßnahmen zur Primär-, Sekundär- und Tertiärprävention im Betrieb aufbauen und diese verknüpfen sollen. Dabei liegt der besondere Forschungs- und Entwicklungsfokus auf der Modellierung psychosozialer Präventionsketten im Betrieb.
Das Teilprojekt verfolgt verschiedene fachliche Ziele. DEW hat ein großes Interesse daran, über ein innovatives Analyseinstrumentarium zu verfügen, das es erlaubt, gezielt ungenutzte Gestaltungspotenziale und Schwachstellen in einer wissenschaftlich fundierten und gleichzeitig zeitökonomischen Weise zu analysieren. Dies stellt für unser Unternehmen einen erheblichen Fortschritt dar, da die vorliegenden Belastungs- und Erkrankungsdaten nur wenig Information über sinnvolle Gestaltungsmaßnahmen im Bereich der Prävention liefern.

Ein weiteres fachliches Ziel besteht darin, aufbauend auf den im Vorhaben entwickelten Analysen für den Bereich psycho-sozialer Prävention und Versorgung ein innovatives Modell ‚psycho-sozialer Präventionsketten‘ aufzubauen. Hierbei soll überprüft werden, ob dieses aus dem ‚Public Health‘-Ansatz stammende Modell auf den Bereich der betrieblichen Prävention übertragen werden kann. Präventionsketten werden durch alle zur Erreichung des jeweiligen Präventionsziels verantwortlichen öffentlichen und gesellschaftlichen Akteure gebildet. Damit wird das Ziel verfolgt, bisher voneinander getrennt erbrachte Präventionsleistungen und Angebote besser aufeinander abzustimmen und zu koordinieren. So soll eine durchgängige und lückenlose Förderung und Unterstützung erreicht werden, bei der einzelne Angebote sinnvoll miteinander verknüpft werden – unabhängig davon, wer sie erbringt.