Initiative betriebliche Gestaltungskompetenz stärken

Ein neues Präventionsmodell für Unternehmen und Beschäftigte (InGeMo)

Teilvorhaben Gesundheitssensible Führung und Interessenvertretung

Die ffw GmbH – Gesellschaft für Personal- und Organisationsentwicklung (ffw) wird gemeinsam mit dem IAQ und den Verbundunternehmen folgende Produkte entwickeln, erproben und zu Vorgehensweisen mit Referenzcharakter für andere Unternehmen weiterentwickeln:

  • Präventionsmodell (Mitwirkung)
  • Vorgehen zur Selbstbewertung der Präventionspraxis in Unternehmen (Federführung)
  • Vorgehen zur Potenzialanalyse von Möglichkeiten zur Arbeitsgestaltung (Mitwirkung)
  • Instrumentenentwicklung zur Arbeits- und Organisationsgestaltung (Federführung)
  • Qualifizierungsmaßnahmen für Gesundheitsakteure in Unternehmen (Federführung)
  • Werkzeugkoffer psycho-soziale Arbeitsgestaltung (Federführung)

Basierend auf dem integrierten Präventionsmodell wird die ffw GmbH gemeinsam mit den Verbundpartnern ein Vorgehen zur Selbstbewertung der eigenen betrieblichen Praxis entwickeln und erproben. Dieses dient der Identifizierung von Stärken und Schwächen in der bisherigen Präventionspraxis der Unternehmen.
Ferner ist die ffw GmbH verantwortlich für die Entwicklung eines Werkzeugkoffers psycho-soziale Arbeits- und Organisationsgestaltung. Aufbauend auf tätigkeitsspezifischen Analysen zu psychischen Fehlbeanspruchungen und gesundheitsförderlichen Ressourcen, werden gemeinsam mit den Verbundpartnern Gestaltungsinstrumente zur Stärkung individueller und organisationaler Gesundheitspotenziale entwickelt und erprobt. Dabei werden in jedem Verbundunternehmen mindestens 3 Tätigkeitsgruppen ausgewählt, Arbeits- und Organisationsanalysen für diese Zielgruppen durchgeführt und darauf aufbauend Instrumente entwickelt und erprobt, die geeignet sind, die individuellen und organisationalen Gesundheitsressourcen zu stärken.
Die ffw GmbH wird ferner neue Qualifizierungsmaßnahmen für betriebliche Fachkräfte im Bereich Prävention, Führungskräfte und Betriebsräte entwickeln und erproben, mit deren Hilfe die zu Grunde liegenden Analyseschritte und arbeitswissenschaftlichen Erkenntnisse in der Organisation implementiert werden können.
Zentrales Ziel des Teilvorhabens der ffw GmbH ist es, aufbauend auf dem Präventionsmodell, den Arbeitsgestaltungspotenzialen und den tätigkeitsspezifischen Analysen ein Instrumentenset zur Stärkung individueller und organisationaler Gesundheitsressourcen für die Stärkung der psychischen Gesundheit zu entwickeln, zu erproben, zu dokumentieren und nachhaltig wirksam in Verbundunternehmen zu implementieren.

Dabei gilt es hemmende und förderliche Faktoren, die in den tätigkeits-, unternehmens- und/oder branchenspezifischen Bedingungen liegen, zu identifizieren, um sie gezielt beeinflussen und nutzen zu können. Bei den tätigkeitsspezifischen Analysen gilt es neben aktuellen Anforderungen auch künftige Herausforderungen zu identifizieren. Veränderungstreiber dabei sind häufig eine Mischung aus neuen Technologien (Digitalisierung der Produktion) in Verbindung mit deutlich veränderten arbeitsorganisatorischen und qualifikatorischen Tätigkeitszuschnitten, innerhalb des Unternehmens und entlang der Wertschöpfungskette. Das Vorgehen, wie diese Veränderungsprozesse ausgestaltet und eingeführt werden, entscheidet über die psychische Gesundheit von Beschäftigtengruppen in der Arbeitswelt von morgen (Industrie 4.0). Die zunehmende Dynamik von Veränderungsprozessen in Unternehmen führt dazu, dass diese Systeme möglichst in ihrem Entstehen durch eine antizipative, gesundheitsförderliche Ausgestaltung beeinflusst werden müssen, um eine hohe Wirksamkeit für die Gesundheit der Beschäftigten im Allgemeinen und die psychische Gesundheit im Speziellen erreichen zu können. Das Teilvorhaben wird hierzu mit den Verbundpartnern geeignete Lösungsansätze entwickeln.